Perspektive Tagesmutter/Tagesvater

Tagesmutter/Tagesvater werden

Frauen und Männer, die Erfahrung und Freude am Umgang mit Kindern haben, Motivation zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern mitbringen und sich durch persönliche und soziale Kompetenzen auszeichnen, können sich zur Tagesmutter/zum Tagesvater qualifizieren. Neu in Baden-Württemberg ist die kompetenzorientierte Qualifizierung auf der Grundlage des Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuchs (QHB) des Deutschen Jugendinstitutes mit 300 Unterrichtseinheiten. Zukünftige Tagesmütter/Tagesväter sollten einfühlsam, verantwortungsbewusst und belastbar sein und bringen im besten Fall schon pädagogische Grundkenntnisse mit. Ihr Zuhause bzw. angemietete geeignete Räume bieten kindgerechte Räumlichkeiten mit ausreichend Platz für Bewegung, Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten.

Formale Erfordernisse nach SGB VIII und Verwaltungsvorschrift Kindertagespflege Baden-Württemberg (VwV)

Alle Tagesmütter/Tagesväter benötigen eine „Erlaubnis zur Kindertagespflege“ nach § 43 SGB VIII, um tätig zu werden. Dafür bringen sie mit:

  • Abschluss der tätigkeitsbegleitenden Grundqualifizierung von 250 Unterrichtseinheiten (Aufnahme der Tätigkeit als Tagesmutter/Tagesvater nach tätigkeitsvorbereitender Grundqualifizierung nach 50 Unterrichtseinheiten möglich)
  • Nachweis über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder
  • Polizeiliches Führungszeugnis – auch für Familienmitglieder über 18 Jahren, die zum Haushalt gehören
  • Kindgerechte Räumlichkeiten
  • Volljährigkeit

Pflegeerlaubnis

Tagesmütter/Tagesväter benötigen nach § 43 SGB VIII eine Pflegeerlaubnis, wenn

  • sie ein Kind oder mehrere Kinder außerhalb des Haushaltes der Personensorgeberechtigten
  • während eines Teils des Tages
  • mehr als 15 Stunden wöchentlich
  • gegen Entgelt
  • länger als drei Monate

betreuen.

Landesverband Kindertagespflege Baden-Württemberg